Über mich

Jeder Mensch ist selbst die Antwort auf Fragen, die das Leben ihm gestellt hat.

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Warum dieser Beruf?
Warum entscheidet sich ein Mensch dafür, sein Berufsleben mit den Sorgen, Konflikten, Verlusten und Widersprüchen anderer Menschen zu verbringen?
Vielleicht, weil ihn etwas daran berührt.
Sabrina Schuder liest in einem Buch, im Hintergrund ein Bücherregal mit Pflanze, Schwarz-Weiß-Aufnahme
Mich interessiert der Mensch nicht nur als therapeutisches Gegenüber. Mich interessiert das menschliche Dasein selbst: die Frage, wie Menschen zu dem werden, was sie sind, wie sie lieben, leiden, hoffen, scheitern und immer wieder Wege finden, weiterzuleben.
Mich faszinieren die großen Fragen des Menschseins ebenso wie die feinen Gesetzmäßigkeiten des Psychischen. Die Frage, wie Bewusstsein entsteht. Wie das Unbewusste wirkt. Wie Erfahrungen sich in Persönlichkeit verwandeln. Wie Menschen Sinn finden, verlieren und neu erschaffen.
Vielleicht fühle ich mich deshalb den Geisteswissenschaften, der Philosophie und der Psychoanalyse gleichermaßen verbunden.
Die Tiefenpsychologie eröffnet für mich einen besonderen Zugang zu diesen Fragen. Sie betrachtet den Menschen nicht allein unter dem Blickwinkel von Symptomen oder Diagnosen, sondern als ein Subjekt mit einer Geschichte, mit inneren Konflikten, Sehnsüchten und Möglichkeiten, als ein Wesen, das auf seine ganz eigene Weise Antworten auf die Zumutungen des Lebens hervorbringt.
Ich verstehe den Menschen daher nicht primär als krankes Wesen, sondern als ein schöpferisches Wesen, das mit den Herausforderungen seiner Existenz ringt.
Mich interessieren weniger die Defizite eines Menschen als die Wege, die er gefunden hat, um zu leben. Die sichtbaren ebenso wie die verborgenen. Die bewussten ebenso wie die unbewussten.
Vielleicht begann genau dort mein Interesse an Psychotherapie: im Staunen über die Vielfalt menschlichen Lebens und über die Fähigkeit des Menschen, selbst unter schwierigen Bedingungen immer wieder Bedeutung hervorzubringen, sich weiterzuentwickeln und neue Wege zu finden.
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Mein persönlicher Weg
Einige Antworten auf meinem persönlichen Weg
Auch mein eigener Weg begann mit Fragen.
Fragen nach Zugehörigkeit und Identität. Nach Entwicklung und Veränderung. Nach den Bedingungen, unter denen Menschen wachsen, scheitern oder sich neu orientieren.
Früh habe ich selbst erlebt, wie unterschiedlich Lebenswelten und Menschen sein können. Wie stark soziale Herkunft, Beziehungen und äußere Umstände das Erleben eines Menschen prägen. Vielleicht entstand daraus mein Interesse für das, was zwischen Menschen geschieht: für die sichtbaren und unsichtbaren Kräfte, die unser Denken, Fühlen und Handeln beeinflussen.
Die Entscheidung, Psychologin und später Psychotherapeutin zu werden, war daher weniger das Ergebnis eines einzelnen Entschlusses als die natürliche Fortsetzung der vielen Fragen, die ich selbst ans Leben hatte und habe.
Mein beruflicher Weg war dabei nie geradlinig. Vielmehr führte er mich in sehr unterschiedliche Lebenswelten und Arbeitsfelder, die meinen Blick auf Menschen und ihre Entwicklung auf jeweils eigene Weise erweitert haben.
Heute prägt diese Erfahrung auch meine therapeutische Haltung. Menschen begegnen mir nicht als Fall, Diagnose oder Störung. Sie begegnen mir als einzigartige Menschen mit einer Geschichte, mit Beziehungen, Konflikten, Hoffnungen, Verlusten und meist sehr guten Gründen für das, was sie fühlen oder tun.
Mich interessiert daher weniger, was mit einem Menschen „nicht stimmt", als die Frage, wie das, was heute belastet, entstanden ist, welchen Sinn es einmal hatte und weshalb es bis heute fortbesteht. Symptome, Konflikte oder wiederkehrende Dynamiken sind bei genauem Hinsehen kein Ausdruck von Schwäche oder Mangel, sondern nachvollziehbare Antworten auf Erfahrungen, die ein Mensch im Laufe seines Lebens gemacht hat.
Auch ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Beziehungen, Krisen, Verluste und Umbrüche einen Menschen an Grenzen führen können. Vielleicht begegne ich Leid deshalb nicht mit Distanz oder vorschnellen Erklärungen, sondern erst einmal mit ehrlichem Interesse, Mitgefühl und Respekt sowie dem Wunsch, zu verstehen.
Diese Erfahrung hat meinen Blick auf Veränderung geprägt. Sie hat mich gelehrt, dass Verstehen Zeit braucht, dass Entwicklung selten geradlinig verläuft und dass nachhaltige Veränderungen oft dort beginnen, wo wir den Mut finden, uns selbst ehrlich zu begegnen.
Porträtfoto von Sabrina Schuder, Die Tiefenpsychologin, mit offenem Blick in die Kamera
Im Nebel · Hermann Hesse, 1905
Voll von Freunden war mir die Welt, als noch mein Leben licht war;nun, da der Nebel fällt, ist keiner mehr sichtbar.
Vieles, was uns innerlich bewegt, bleibt lange unsichtbar, auch für uns selbst. Nicht weil es nicht da wäre, sondern weil der Nebel nur soweit reicht, wie er reicht.
Sabrina Schuder
Tiefentherapeutin
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Beruflicher Weg
Stationen, die meinen Blick geprägt haben
Fachpolitik & Berufspsychologie
Bereits während meines Studiums an der International Psychoanalytic University (IPU) engagierte ich mich als Kommissionsvorsitzende in der akademischen Selbstverwaltung, unter anderem im Ethikrat der Universität. Nach dem Studium führte ich dieses Interesse an berufspolitischen Fragestellungen als Referentin für Fachpolitik beim Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) fort.
Die Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen, rechtlichen und institutionellen Rahmenbedingungen psychologischer und psychotherapeutischer Arbeit prägt meinen Blick auf das Gesundheitswesen bis heute.
Psychotherapeutische Weiterbildung
Parallel zu meiner klinischen Berufstätigkeit absolvierte ich die Weiterbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin mit Schwerpunkt tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie am Berliner Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse (BIPP).
Diese Jahre waren nicht nur durch Theorie, Supervision und klinische Arbeit geprägt, sondern auch durch die intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Person. Rückblickend war diese Zeit weit mehr als eine berufliche Qualifikation. Sie hat meinen Blick auf Menschen, Beziehungen und psychische Entwicklung grundlegend geprägt.
Psychosomatik & Akutpsychiatrie
Meine klinische Tätigkeit begann in der psychodynamisch orientierten Psychosomatik und Akutpsychiatrie. Hier arbeitete ich mit Menschen in schweren Lebenskrisen, mit Depressionen, Suizidalität und psychosomatischen Erkrankungen. Besonders prägend waren für mich die analytische Einzelarbeit sowie die hochfrequente psychoanalytische Gruppentherapie.
Sozialpsychiatrie & Suchttherapie
In sozialpsychiatrischen Kontexten und im Drogentherapiezentrum Berlin arbeitete ich über viele Jahre mit psychiatrisch Erkrankten sowie suchtkranken Menschen im ambulanten und forensischen Bereich. Neben Einzel- und Gruppentherapien gehörten die Konzeption und Leitung suchttherapeutischer Gruppenangebote, Angehörigengruppen sowie erste Führungsaufgaben in einem interdisziplinären Team der psychosozialen Versorgung zu meinem Tätigkeitsfeld.
Psychosomatische Rehabilitation
Als leitende Psychotherapeutin einer psychosomatischen Rehabilitationsklinik verantwortete ich die psychotherapeutische Behandlung komplexer psychosomatischer Krankheitsbilder sowie die fachliche Begleitung therapeutischer Prozesse im multiprofessionellen Setting.
Die Arbeit mit Erschöpfung, chronischer Überforderung, Verlust- und Identitätskrisen vertiefte mein Verständnis für langfristige Entwicklungs- und Veränderungsprozesse.
Jugendstrafvollzug & Stationsleitung
Zuletzt übernahm ich die Konzeption, den Aufbau und die Leitung einer tiefenpsychologischen Psychotherapiestation innerhalb des Jugendstrafvollzuges. Neben der therapeutischen Arbeit umfasste diese Tätigkeit die fachliche Leitung und Koordination eines interdisziplinären Teams aus Psychologinnen, Sozialarbeitern und Kunsttherapeuten sowie die Entwicklung eines innovativen, psychodynamischen Behandlungskonzeptes samt hochfrequenter Gruppenpsychotherapie.
Diese Aufgabe vereinte viele Erfahrungen meines bisherigen beruflichen Weges: psychodynamisches Arbeiten, Gruppenpsychotherapie, Suchtbehandlung, Teamführung und die Entwicklung therapeutischer Strukturen.
Heute
Heute arbeite ich in eigener Praxis. Nach vielen Jahren klinischer Arbeit, Leitungsverantwortung und institutionellen Strukturen habe ich mich bewusst für die Arbeit in eigener Praxis entschieden.
Die Entscheidung für die Selbstständigkeit war zugleich eine Entscheidung für einen therapeutischen Rahmen, der sich stärker an Menschen als an institutionellen Vorgaben orientiert. Die Freiheit, psychotherapeutische Prozesse individuell zu gestalten, ist für mich kein Gegensatz zu fachlicher Qualität, sondern eine ihrer wichtigsten Voraussetzungen.
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Qualifikationen & Schwerpunkte
Qualifikationen, Schwerpunkte, Tätigkeitsfelder
Qualifikationen
Studium der Psychologie (M.A.), International Psychoanalytic University (IPU),
Abschluss 1,0
Begabtenstipendium der Rosa-Luxemburg-Stiftung
Kommissionsratvorsitzende, akademische Selbstverwaltung & Ethikkommission
Referentin für Fachpolitik, Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP)
Weiterbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin, tiefenpsychologisch fundiert, BIPP
Approbation als Psychologische Psychotherapeutin, 2022
Leitende Psychotherapeutin, psychosomatische Rehabilitation
Tätig als psychotherapeutische Supervisorin
Konzeption, Aufbau und Leitung einer Psychotherapiestation im Jugendstrafvollzug
Tätig als forensische Sachverständige
Fachliche Schwerpunkte
Psychoanalytische Entwicklungs- und Beziehungstheorien
Psychodynamische Diagnostik (OPD)
Psychoanalytisch-interaktionelle Methode (PiM)
Analytische und mentalisierungsbasierte Gruppenpsychotherapie
Persönlichkeitsstörungen
Sucht und Abhängigkeit
Gewalt-, Aggressions- und Delinquenzdynamiken
Angehörigenarbeit
Suizidalität und existenzielle Krisen
Einsamkeit, Zugehörigkeit und soziale Isolation
Scham, Identität und Selbstwert
Weitere Tätigkeitsfelder
Forensische Psychologie und Begutachtung
Teamleitung und Konzeptentwicklung
Supervision
Psychotherapeutische Gutachten
Existenzielle, philosophische und kulturpsychologische Fragestellungen
Feelgood-Management

Bini

Bini ist mein Chiweenie und begleitet mich gelegentlich im Praxisalltag. Da sie sich selbst noch an den Praxisbetrieb gewöhnt, kann es vorkommen, dass sie Besucher zunächst bellend begrüßt. Nach kurzer Zeit beruhigt sie sich jedoch meist wieder und zieht sich auf ihren Platz zurück.
Wenn Sie sich durch ihre Anwesenheit unwohl fühlen, Angst vor Hunden haben oder allergisch sind, sprechen Sie mich bitte an. Gemeinsam finden wir eine passende Lösung.
Bini, Sabrina Schuders Chiweenie, in der Praxis fotografiert
Porträtfoto von Sabrina Schuder, Psychologische Psychotherapeutin, rund freigestellt in Schwarz-Weiß
Sabrina Schuder
Psychologische Psychotherapeutin
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